Bilingualer Unterricht in Englisch an der IGP – wiitere Informationen unter Europa – Sprachenangebot Drucken

Bilingualer Unterricht, was ist das?

Im schulischen Bereich bedeutet es: im Fremdsprachenunterricht wird nicht nur die jeweilige Sprache gelehrt , sondern es werden in der Fremdsprache auch Sachinhalte unterrichtet. Englisch entwickelt sich immer mehr zur “Lingua Franca”, d.h. zu einer Verständigungsmöglichkeit für Menschen mit den unterschiedlichsten Muttersprachen.

Will man sich also verständigen, sei es im Beruf oder auf Reisen, ist Englisch unverzichtbar. Das hat man auch an der IGP schon früh festgestellt, und deshalb gibt es seit 1993 ein bilinguales Angebot. Bereits bei der Anmeldung müssen Eltern überlegen, ob dieses Angebot für ihr Kind geeignet ist. Deshalb also nun hier die Information darüber , was es mit der “Bili”-Gruppe eigentlich auf sich hat: In Klasse 5 und 6 haben die Kinder zwei zusätzliche Wochenstunden Englisch in Form einer Doppelstunde am Donnerstag Nachmittag. Da wird in spielerischer Weise das verfestigt und vor allem erweitert, was man in den übrigen Stunden gelernt und erarbeitet hat. Besonderer Wert wird dabei auf die kommunikative Kompetenz gelegt, d.h. die Kinder sollen die Sprache von Anfang an als ein lebendes System begreifen und in ihr heimisch werden.

In Klasse 7 – 10 gibt es neben dem Unterricht in Englisch gemäß der Stundentafel den Sachfachunterricht “ Social Studies”. Hier werden dann Themen aus dem GL -Unterricht in Englisch unterrichtet, so z.B. geschichtliche Themen wie “Romans in Britain” oder geographische Themen wie “Rainforests”. Weiterhin gilt dafür die Doppelstunde am Donnerstag Nachmittag.

In Klasse 10 kommt ein weiteres Sachfach hinzu. Auf der Stundenplanschiene, auf der die anderen Schülerinnen und Schüler Arbeitslehre haben, kommt nun für die “Bilis” das Fach “ Business Studies” dazu. Dieser Kurs wird abgeschlossen mit einer externen Prüfung der Handelskammer in London (LCCI) und einem damit verbundenen Zertifikat, das dem Abschlusszeugnis nach Klasse 10 beigefügt wird und das bei Bewerbungen eingesetzt werden kann.

Organisatorisch ist die Teilnahme am bilingualen Unterricht nicht an die Klassenzugehörigkeit gekoppelt, d.h. es gibt keine eigenständige Bili-Klasse, sondern die Kinder sind auf drei bis vier verschiedene Klassen im Jahrgang verteilt und werden nur im Englischunterricht aus ihren Klassenverbänden herausgeholt. Der Bili-Kurs entspricht ab Klasse 7 einem E-Kurs. Wer den Bili-Unterricht verlassen möchte, kann aber nicht automatisch damit rechnen, einem anderen E-Kurs der jeweiligen Jahrgangsstufe zugeteilt zu werden.

Mindestens einmal, nämlich in der Regel in Klasse 7, macht die Bili-Gruppe eine Fahrt nach England. Die Kinder wohnen dann jeweils zu zweit oder zu dritt in englischen Familien, wo die erworbenen sprachlichen Fertigkeiten sinnvoll umgesetzt werden können.

Vor allem beim Übergang in die gymnasiale Oberstufe sind natürlich die Teilnehmer am bilingualen Unterricht klar im Vorteil, auch wenn der eigentliche bilinguale Unterricht dort – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt -nicht weitergeführt wird.