„Wer sich bewegt, kann was erleben! – Bewegte Pause in der Ganztagsschule“

bewegtepause3Spiegel – Artikel: „Sport (ist), allen Grüblern, Denkern und Ausreden zum Trotz, nicht nur ein Zeitvertreib für Doofe, sondern ein Weg der Erkenntnis. Alle kognitive Leistung beginnt mit Bewegung. Kinder erschließen sich die Welt über ihren Körper, werden sich ihrer selbst bewusst, sobald sie Arme, Beine und Hände benutzen, um sich zurechtzufinden. […] Auch physikalisches Wissen lasse sich nur bewegt erschließen, meinen Lernforscher heute. Was ist ein Drehmoment, was Geschwindigkeit? Wer ohne Narbe am Knie aufwächst, fühlt womöglich nie, wie schnell es sich mit einem Fahrrad um die Ecke fahren lässt. Ihm fehlt Wahrnehmung von Wirklichkeit.“ (Spiegel 40 / 04:181)

WAS IST DAS PROBLEM?

WIAD-AOK-DSB-Studie II Bewegungsstatus von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
„Nach den jetzt verfügbaren Daten hat sich der in zahlreichen Untersuchungen berichtete Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren nicht nur fortgesetzt, sondern möglicherweise sogar noch verstärkt. So ist allein bei den 10- bis 14-Jährigen seit 1995 ein Rückgang der Fitness um mehr als 20% zu verzeichnen. Durchschnittlich nur noch 80% der Jungen und 74% der Mädchen erreichen heute die Ausdauer-, Kraft- und Koordinationsleistungen ihrer Altersgenossen aus dem Jahre 1995. Und auch damals gab es bereits zahlreiche Hinweise auf eine sich seit längerem vollziehende Abnahme der sportmotorischen Fähigkeiten im Kindes- und Jugendalter“ (entnommen aus der WIAD Studie 2003).

bewegtepause2WAS HAT BEWEGUNG UND KÖRPERLICHE LEISTUNGSFÄHIGKEIT MIT GESUNDHEIT ZU TUN?

Ein durch Bewegung und Sport trainierter Körper stellt eine wesentliche Gesundheitsressource dar und kann dabei unterstützend wirken, den Lebensalltag besser zu meistern. Positive Wirkungen sind bekannt (in den Bereichen):

a. Skelettgesundheit,
b. Herzkreislauferkrankungen,
c. Übergewicht,
d. Kognitive Funktionen (schulisch – akademische Leistung)
e. und psychosoziale Gesundheit.

WARUM  PAUSENSPORT?

Der so genannten „Bewegungspause“ (analog: „Pausensport“) wird eine große gesundheitliche Bedeutung beigemessen. Pausen (in der Regel auf dem Pausenhof) zwischen verschiedenen Lerneinheiten bieten die Möglichkeit sich zu entspannen und zu erholen. Somit wird ein Ausgleich zu Belastungen geschaffen, die durch Lernsituationen im Unterricht entstehen können. Bewegungspausen bieten aber nicht nur den Vorteil der Erholung, sie können als fester Bestandteil im Tagesablauf eine Orientierung bieten. Es entstehen zum einen Bewegungssicherheit und zum anderen Routine bei der Organisation der Bewegungspausen, z. B. Spielinhalte und Spielgruppen betreffend (Maimer 2003).

WANN UND WO FINDET DIE „BEWEGTE PAUSE“ STATT?

Montag(s) ab 12:30 Uhr (im Anschluss an 5. Stunde) Klassen 5 und 6
Montag(s) ab 13:20 Uhr (im Anschluss an 6. Stunde) Klassen 7 und 8

Treffpunkt für die Schüler der Klassen 5 und 6 ist bei gutem Wetter der Schulhof und bei schlechtem Wetter das Forum.

Treffpunkt für die Schüler der Klassen 7 und 8 ist der Vorraum der Sporthalle der IGP.