Information zur WP – Wahl für das Schuljahr 2017/2018

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WP Infoschrift Jg 5 2017

  • Französisch
  • Latein
  • Naturwissenschaften
  • Technik/ Wirtschaft
  • Hauswirtschaft/ Wirtschaft
  • Darstellen und Gestalten

Unterschied zwischen Pflichtbereich und Wahlpflichtbereich

Die Gesamtschule wird von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Begabungsstärken und Begabungsrichtungen besucht. Ziel der Schule ist es, jedem Jugendlichen den Ausbildungsweg zu öffnen, der seinen Fähigkeiten und Neigungen am besten entspricht. Im Pflichtbereich erhält jede Schülerin und jeder Schüler eine grundlegende, allgemeine Ausbildung. Der Pflichtbereich umfasst folgende Fächer:

Deutsch – Englisch – Mathematik – Gesellschaftslehre (Geschichte/ Politik/ Erdkunde) – Naturwissenschaften (Biologie/ Chemie/ Physik) – Arbeitslehre (Technik/ Hauswirtschaft/ Wirtschaft) – Kunst – Musik – Sport – Religion.

Im Wahlpflichtbereich können die Schülerinnen und Schüler aus einer bestimmten Anzahl von Fächern das Fach auswählen, das ihren Neigungen und Fähigkeiten am besten entspricht. Es werden folgende Fächer angeboten:

Französisch – Latein – Naturwissenschaften (Biologie/ Chemie/ Physik) – Wirtschaft/ Technik – Wirtschaft/ Hauswirtschaft – Darstellen und Gestalten.

Das Wahlpflichtfach beginnt mit Klasse 6 und wird bis zum Ende der Klasse 10 durchgeführt. Es umfasst 2-3 Wochenstunden, das zusätzlich zu dem Pflichtfach unterrichtet wird. Das Wahlpflichtfach (WP) ist für die Schulabschlüsse Fachoberschulreife (FOR) und Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk (FOR-Q), d.h. mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe, ein Hauptfach wie Deutsch, Englisch und Mathematik.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über den Fächeraufbau an einer Gesamtschule in der Sekundarstufe I. Hier wird ersichtlich, dass ab Klasse 8 noch einmal eine Fremdsprache gewählt werden kann.

Sekundarstufe I – Klassen 6-10

Pflichtbereich (6-10)

_______________________

WP (6-10)

____________________

Ergänzungsstunden (8-10)

z.Z. im Fremdsprachenbereich

___________________________

– Deutsch

– Französisch

– Französisch

– Englisch

– Latein

– Latein

– Mathematik

– Naturwissenschaften

– Spanisch

– Gesellschaftslehre

(Geschichte/ Politik/ Erdkunde)

– Technik/ Wirtschaft

– Naturwissenschaften

(Physik/ Biologie/ Chemie)

-Hauswirtschaft/Wirtschaft

– Arbeitslehre

(Technik/Wirtschaft/Hauswirtschaft)

– Darstellen und Gestalten

– Musik

– Kunst

– Sport

– Religion

Das Wahlverfahren

1. Beratung

Die Schülerinnen und Schüler lesen die Informationsschrift über den Wahlpflichtbereich mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern und lassen sich vom Abteilungsleiter I und dem Beratungslehrer beraten.

Die Eltern werden durch die vorliegende Schrift über den Wahlpflichtbereich informiert. An einem Informationsabend können sie noch offene Fragen klären und bei Bedarf Einzelgespräche mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern, Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern, dem Abteilungsleiter und dem Beratungslehrer führen.

Der Informationsabend für die Eltern hat bereits stattgefunden.

2. Wahl durch die Eltern

Die Eltern füllen den Wahlzettel bis spätestens zum 11. Mai 2017 aus.

Für eine gültige Wahl ist die Angabe eines Erstwunsches und eines Zweitwunsches notwendig.

Der Wahlzettel wird bei den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern abgegeben.

3. Empfehlung durch die Schule

Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer beraten die Schülerinnen und Schüler und geben eine Empfehlung für das Wahlpflichtfach. Diese Empfehlung geschieht aufgrund der Beobachtungen der Fach- und Klassenlehrerinnen und
-lehrer und berücksichtigt den Leistungsstand der einzelnen Schülerinnen und Schüler.

Die Elternwahl wird gesichtet. Weicht die Vorstellung der Lehrerinnen und Lehrer in Bezug auf das für das Kind geeignete WP-Fach von der der Eltern ab, so liegt – nach einem beratenden Gespräch – die letzte Entscheidung bei den Eltern.

Damit ein Kurs eingerichtet werden kann, muss natürlich eine ausreichende Anzahl von Schülerinnen und Schülern ein Fach wählen. Bei zu großer Nachfrage kommt die Zweitwahl zum Tragen.

Umsetzungen innerhalb der Wahlpflichtfächer sind in der Regel nicht möglich. Bei offensichtlicher Fehlwahl kann das WP-Fach nach Entscheidung der Klassenkonferenz nur (einmal) im Laufe des 1. Jahres gewechselt werden. Der versäumte Unterrichtsstoff in dem neuen WP-Fach muss nachgeholt werden. Eine Fehlwahl liegt aber nicht vor, wenn Eltern und Schülerinnen und Schüler mündlich und schriftlich nach eingehender Beratung deutlich vor einer bestimmten Fächerwahl von Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern und der Klassenkonferenz gewarnt wurden.

Das Angebot im Wahlpflichtbereich

Das Wahlpflichtangebot gliedert sich in vier Fachbereiche:

1. Zweite Fremdsprache: Französisch und Latein

2. Naturwissenschaften: Biologie/ Physik/ Chemie

3. Arbeitslehre: Wirtschaft/ Technik und Wirtschaft/ Hauswirtschaft

4. Darstellen und Gestalten

Zu den Fremdsprachen:

Eine Schülerin/ein Schüler, die/der das Abitur machen will, muss eine zweite Fremdsprache belegt haben. Sie/Er braucht diese zweite Fremdsprache aber nicht schon in Klasse 6 zu wählen, sondern kann diese auch noch in Klasse 8 (bzw. im Jahrgang 11) wählen.

Zu dem Fach Naturwissenschaften:

Im Wahlpflichtbereich Naturwissenschaften werden Themen aus den drei Fächern Biologie, Physik und Chemie unterrichtet.

Zum Bereich Arbeitslehre:

Innerhalb dieses Bereiches bietet die Schule zwei unterschiedliche Kombinationen an: Technik/ Wirtschaft und Hauswirtschaft/ Wirtschaft. Die Leistungen der Schülerin/des Schülers in diesen kombinierten Bereichen werden auf dem Zeugnis jeweils in einer Note bewertet.

Zum Fach Darstellen und Gestalten:

In diesem Fach werden Ausdrucksmöglichkeiten aus den Bereichen Musik, Kunst, Bewegung und Sprache unterrichtet. Der Schwerpunkt liegt dabei in der selbstständigen Gestaltung unterschiedlichster Aufgabenstellungen und der Präsentation der Ergebnisse vor Publikum.

Im Folgenden werden die Wahlpflichtfächer den Eltern, Schülerinnen und Schülern dargestellt:

Französisch

Tous ensemble en Europe

Warum sollte man Französisch lernen?

  • Frankreich ist der wichtigste Wirtschafts- und Handelspartner für Deutschland, deshalb erhöht das Erlernen der französischen Sprache als zentrale Schlüsselqualifikation die Berufschancen.

  • Französisch ist eine Basis für das Erlernen weiterer romanischer Sprachen.

  • Französisch ist eine Weltsprache, denn sie ist in 33 Ländern Amtssprache. Weltweit sprechen ca. 180 Millionen Menschen Französisch.

  • Es gibt bereits zahlreiche Städte- und Schulpartnerschaften zwischen Frankreich und Deutschland (z. B. Bergisch Gladbach und Joinville-le-Pont) .

  • In mehreren deutschen Nachbarländern (z. B. Belgien, Schweiz) wird Französisch gesprochen.

  • Frankreich hat die deutsche Kultur und Sprache stark beeinflusst.

  • Französisch erlernen bedeutet eine vielfältige menschliche und kulturelle Bereicherung und fördert das Zusammenwachsen Europas.

Welche Wahlmöglichkeiten für Französisch gibt es an der IGP?

  • Französisch wird ab der 6. Klasse mit dem Lehrwerk Tous ensemble unterrichtet. Am Ende der Klasse 10 ist die Bedingung für die 2. Fremdsprache im Abitur erfüllt.

  • Ab der 8. Klasse wird ebenfalls Französisch mit dem Lehrwerk Découvertes Cours intensif angeboten. Dieser Kurs muss bis Ende der Klasse 11 belegt werden, um die Bedingungen der 2. Fremdsprache für das Abitur zu erfüllen.

  • Alle Schülerinnen und Schüler können Französisch in der Sekundarstufe II bis zum Abitur fortführen.

  • Französisch wird auch als neueinsetzende Fremdsprache ab der Jahrgangsstufe 11 angeboten.

Welche Inhalte bilden die Schwerpunkte des Unterrichts?

  • Einüben von Alltagssituationen, z. B. als Tourist/in zur Steigerung der kommunikativen und interkulturellen Kompetenz

  • Sprach- und Rollenspiele zur Verbesserung und Erhöhung der Sprechaktivität

  • Grammatik- und Vokabeltraining

  • Erarbeitung altersangemessener Lektüren zur Stärkung der Lese- und Schreibfähigkeit

  • Lehrbuch unabhängige Projektarbeit (z. B. zu `Ma famille`, `Poésies et créations`etc.)

  • vielfältiger Einsatz von Methoden und Medien (z. B. Internet, Filme, Bildfolien, Tonträger etc.)

Gibt es ein Austauschprogramm mit Frankreich?

  • Schüleraustausch mit Joinville-le-Pont (bei Paris) in der 9. Klasse seit über 25 Jahren

Welche weiteren Projekte/Aktivitäten werden durchgeführt?

  • Fahrt mit Stadtrallye nach Liège im 8. Jahrgang

  • Besuch der cinéfête (französische Filmwoche in Köln)

  • Einladung des France Mobil

  • französisches Theater an der IGP

  • DELF-AG zur Vorbereitung der DELF-Prüfung (Diplôme d’Etudes en langue francaise), ein international anerkanntes Diplom, das im Studium/ späteren Berufsleben hilfreich sein kann.

u.v.m.

Latein

So ganz anders als Englisch, Französisch und Spanisch.

Was ist anders?

Ein Vorteil für so manches Kind ist es, dass Latein nicht mehr gesprochen wird!

Wir konzentrieren unsere Kräfte darauf, analytisch und systematisch mit Sprache umzugehen. Bei der Arbeit mit der lateinischen Sprache betrachten und hinterfragen wir Strukturen und Zusammenhänge. Diese übertragen wir in die deutsche Sprache und lernen dabei auch das Deutsche besser zu verstehen und einzusetzen. Die Arbeit am Text führt dazu, sprachliche Strukturen kritisch zu betrachten und sie bewusst wahrzunehmen.

Im Unterricht sprechen wir Deutsch und auch die Übersetzungen der lateinischen Texte werden in Deutsch angefertigt. Das gilt selbstverständlich auch für die Klassenarbeiten. Das bedeutet für die Schülerinnen und Schüler, dass Herausforderungen der gesprochenen Sprachen, wie z.B. eine neue Aussprache und Rechtschreibung der neuen Vokabeln, wegfallen. Im Lateinunterricht werden kleine Übungs- einheiten in Lateinisch geschrieben, ansonsten ist Deutsch unsere Umgangs- und Schriftsprache. Neue Vokabeln müssen nur in eine „Richtung“ erlernt werden.

Für welche Schülerinnen und Schüler ist Latein zu empfehlen?

Für Kinder,
– die gerne knobeln und Rätsel lösen
– die gerne lesen
– die sich für die antike Vergangenheit interessieren
– die Herausforderungen annehmen
– die bereit sind regelmäßig zu lernen

Auch für den Fall, dass eine Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) vorliegt, könnte Latein die richtige Wahl sein, denn wie bereits erwähnt, muss keine neue Rechtschreibung erlernt werden.

Fortwirken des Lateinischen in unserer Gegenwart

Da die lateinische Sprache weit über 1000 Jahre in Europa Einfluss hatte, hat sie auch überall ihre Spuren hinterlassen. Das kommt ihren Kindern zugute:

– im Wortschatz der europäischen Sprachen
– in Lehn- und Fremdwörtern
– in der wissenschaftlichen Fachsprache
– beim Erlernen weiterer Sprachen

Lesen die Schülerinnen und Schüler nach einiger Zeit dann Originaltexte, so begegnen sie darin Menschen und Ideen, die unsere europäische Kultur geprägt und beflügelt haben.

Ausflugsziele für Lateinkurse

– Workshops im Römisch-Germanischen Museum Köln zur röm. Bekleidung und

zur eigenen Herstellung von Öllampen.

– Exkursionen ins römische Köln

– Exkursion zur Römervilla in Ahrweiler

– Exkursion zum archäologischen Park Xanten

– Große Fahrt nach Rom im 11. Jahrgang

Latinum und kleines Latinum

Lehrgänge, die in der 6. Klasse beginnen, erwerben das Latinum nach

dem 11. Jahrgang.
Lehrgänge, die in der 8. Klasse beginnen, erwerben das Latinum nach

dem 12. Jahrgang.

Lehrgänge, die im 11. Jahrgang beginnen, erwerben nach dem

13. Jahrgang das kleine Latinum.

Unser Buch

Wir arbeiten mit den aktuellen Lehrbüchern des Buchner-Verlages, Prima nova und Prima brevis. Diese haben wir speziell für unsere Gesamtschüler und unsere Lehrgänge ausgewählt.

Naturwissenschaften

Die Einzeldisziplinen Biologie, Chemie und Physik werden im WP Fach Naturwissenschaften fachübergreifend unterrichtet. Themen wie „Boden“ „Recycling“ oder „Forensik“ lassen sich alleine durch die „Brillen“ der Fachdisziplinen betrachtet nicht vollständig beschreiben. Auch wer offene Fragen zu „Farben“, „Energie“, „Bewegung“ oder dem „Ende der Dinosaurier“ stellt sprengt die Fächergrenzen und fordert eine umfangreiche naturwissenschaftliche Betrachtung mit dem Handwerkszeug der Fachdisziplinen (Konzepte und Methoden) und darüber hinaus.

Grundlage des Unterrichts ist der schulinterne Lehrplan für das WP Fach Naturwissenschaften, gemäß der Vorgaben des Kernlehrplanes WP-NW für die Gesamtschulen/Sekundarschulen in NRW aus dem Jahre 2015 und die reine Neugierde.

Die besonderen Interessen der Schülerinnen und Schüler, die sich für das Wahlpflichtfach Naturwissenschaften entschieden haben, bieten die Basis, auf der sich in der Auseinandersetzung mit komplexeren Fragestellungen und Problemlösungen weitergehende naturwissenschaftliche Kompetenzen entwickeln lassen.

Das Ernstnehmen der Interessen und Fragen der Schülerinnen und Schüler ist eine wichtige Voraussetzung für wirksame Lernprozesse, denn naturwissenschaftliches Denken kombiniert Neugierde und Naturinteresse mit den Regeln der Logik und den Anforderungen an ein sorgfältiges Arbeiten. Den Lernenden wird ermöglicht, je nach eigener Herangehensweise – mehr theoretisch und problematisierend oder mehr beobachtend und experimentierend – naturwissenschaftliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben. Unabhängig von welcher Seite her an die Arbeit herangegangen wird ist es unser Ziel, die Arbeitsschritte angemessen festzuhalten und ihre Ergebnisse zu dokumentieren. Dies erfolgt in Form von Protokollen, durch die Beschreibung von Experimenten, durch Zeichnungen und angefertigte Modelle und auch durch die eigene kritische Bewertung.

Die Teilnahme an Projekten, internationalen Schülerbegegnungen und Wettbewerben mit naturwissenschaftlichem Hintergrund fördern die Zusammenarbeit der jugendlichen Naturwissenschaftler und die Auseinandersetzung mit Erfolg und Misserfolg bei der Lösung naturwissenschaftlichen Aufgabenstellung auf einer „spielerischen Ebene“.

Besonderes Augenmerk wird im WP-Fach Naturwissenschaften auf Möglichkeiten gelegt, die eigenen Fähigkeiten und Interessen in der Planung des weiteren Lebenswegs einzubringen. Dies wird verstärkt durch die Besuche außerschulischer Lernorte wie z.B. die Schülerlabore der Bayer-AG und des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) oder auch Museen und Informationszentren zu speziellen Themen.

Damit nimmt das WP-Fach Naturwissenschaften Bezug zur Berufs-wahlorientierung, die fachübergreifend im Schulprogramm der IGP verankert ist. Ebenso werden die Grundlagen für eine fundierte Entscheidung über die Wahl der naturwissenschaftlichen Fächer in der Sekundarstufe II gelegt.

Nicht zuletzt ist es ein Anliegen des WP-Naturwissenschaftunterrichts, bei Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu erzielen und dass sie ihre verantwortungsvollen Entscheidungen bei der Gestaltung der Zukunft auf der Grundlage fachlich fundierter Kenntnisse treffen können.

Arbeitslehre

Technik/Wirtschaft

Technik unterstützt den Menschen dabei, die Welt mit Hilfe von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Verfahren nach seinen Vorstellungen zu gestalten.

Schwerpunkt des Schulfachs ist es, die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, (Umwelt)Probleme zu verstehen und Möglichkeiten zu finden, diese mit Hilfe von Technik zu lösen. Dabei sollen sie die Auswirkungen, die Technik auf das tägliche Leben hat, erkennen und bewerten können.

Das Teilfach Wirtschaft wird in Kombination mit dem Fach Technik unterrichtet. Ziel ist eine ökonomische Grundbildung als wichtiger Bestandteil der Allgemeinbildung. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Fähigkeit erwerben, sich im wirtschaftlichen Bereich – z.B. als Verbraucher/in, als Arbeiter/in, Angestellte/r, Unternehmer/in und als Staatsbürger/in – orientieren zu können. Sie sollen in die Lage versetzt werden, die vielfältigen Einwirkungen wirtschaftlicher Vorgänge aus ihrem persönlichen Lebensbereich kritisch zu überprüfen und danach bewusster zu handeln.

Beruforientierend lernen die Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl an technischen und wirtschaftlichen Berufen mit den jeweiligen Arbeitsfeldern und Tätigkeiten kennen.

Die Entscheidung für den Wahlpflichtbereich Technik/Wirtschaft ist daher Schülerinnen und Schülern zu empfehlen,

  • die sich für technische und wirtschaftlichen Zusammenhänge und Abläufe interessieren

  • die wissen möchten, wie und warum etwas funktioniert

  • denen es nicht genügt, nur Schalter und Hebel zu betätigen

  • die Spaß am Planen und genauem Zeichnen haben und daran, diese Planungen mit Hilfe von Werkzeugen an unterschiedlichen Werkstoffen umzusetzen

  • die Interesse an der Analyse wirtschaftlicher Prozesse und Abläufe haben, die das Leben eines Bürgers wesentlich bestimmen

Am Ende der Sekundarstufe I sollten die Schülerinnen und Schüler Probleme durchdenken, Lösungen finden und planen können, Arbeitsabläufe organisieren und beschreiben können, mit Werkzeugen und Geräten umgehen und diese gezielt einsetzen können, das Arbeitsresultat kritisch überdenken und aus ökonomischer und ökologischer Sicht technische Sachverhalte beurteilen können.

Im Wahlpflichtfach Technik/Wirtschaft werden u.a. folgende Themenfelder berarbeitet:

  • Wohnen: Wohnung und Wohnungseinrichtung; Wohnen in Gemeinschaft

  • Technische Geräte: Aufbau; Materialien und ihre Herkunft; sichere Handhabung; Verbraucher/innenschutz

  • Produktionsprozesse: Entwurf und Produktion von Bauelementen, Baugruppen und Geräten; Fertigungsmaschinen; Optimierung von Arbeitsprozessen; Arbeitsschutz

  • Mobilität: Transport- und Verkehrsmittel; Antriebskonzepte; Verkehrsbeeinflussung und -steuerung

  • Produktlebenszyklen: Roh- und Wertstoffgruppen; Entsorgungskonzepte der Abfallwirtschaft

Hauswirtschaft/ Wirtschaft

Ernährung – Gesundheit – Ökonomie – Wohnkultur – Haushaltsmanagement – Berufsorientierung

Der private Haushalt ist ein Ort, an dem Menschen zusammen leben und ihre Bedürfnisse befriedigen. Wie uns das gelingt, entscheidet darüber, ob wir ein zufriedenes Lebens führen können. Kaum ein Bereich ist vielfältiger. Daraus erwachsen hohe Anforderungen für die Mitglieder.

Da wir alle in einem privaten Haushalt leben, spricht der Unterricht Jungen und Mädchen gleichermaßen an. Die Inhalte knüpfen an den Erfahrungsbereich der Schüler und Schülerinnen an und sind sehr lebensnah:

  • Ernährung in unterschiedlichen Lebensphasen

  • Einkauf und Budgetplanung

  • Nahrungszubereitung

  • Rationelles Arbeiten

  • Europäische Küche

  • Mit dem Einkommen auskommen

  • Nachhaltigkeitsstrategien im Haushalt

  • Gestaltung des Wohnumfeldes

  • Berufsfelder in Hauswirtschaft und Wirtschaft

Im Hauswirtschaftsunterricht begegnen die Schüler aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen und Problemfeldern in den Bereichen Verbraucherbildung, Konsum, Gesundheit, Umwelt und Haushaltsführung. Sie lernen diese zu beurteilen und mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen.

Das Fach Hauswirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Entscheidungsfindung in verschiedenen Lebensbereichen. Kenntnisse über eine ausgewogene Ernährung und deren Anwendung in der Praxis sind die Basis für unsere Gesunderhaltung. Die Arbeit in der Schulküche vermittelt praktische Fertigkeiten im Umgang mit Lebensmitteln und Geräten sowie bei der Arbeitsorganisation und -durchführung. Wer rationell arbeitet, spart Zeit und Kraft, die ihm dann für die Freizeitgestaltung zur Verfügung steht. Haushälterische Entscheidungen betreffen auch die Wohnungs- und Zimmereinrichtung, die Anschaffung von Geräten, die Aufteilung der Hausarbeit in der Familie und die Gestaltung des Familienlebens und Lebensstils.

Die Kompetenzen in Hauswirtschaft haben Schlüsselfunktion. Sie bilden die Basis zur Lebensbewältigung: Selbständiges und praktisches Arbeiten, Übernahme von Verantwortung im Team, bewusste Entscheidungsfindung, Zeitmanagement und eigenverantwortliches Entscheiden und Handeln.

„… da habe ich etwas fürs Leben gelernt.“ (Janine K., 21 Jahre)

Darstellen und Gestalten

Im Fach „Darstellen und Gestalten“ werden den Schülerinnen und Schülern Grundlagen künstlerischer Gestaltung in den Bereichen Musik, Kunst, Sprache und Bewegung vermittelt.

Sie lernen Arbeiten im Theater, in Museen, in Filmen oder Videos, in Ausstellungen oder anderen öffentlichen Räumen kennen und sind gefordert, allein oder in Gruppen nach vorgegebenen Themen eigene Gestaltungen zu entwickeln und zu präsentieren.

Kursarbeiten sowie Präsentationen der eigenen Arbeiten bieten die Grundpfeiler der Leistungsbeurteilung in diesem Fach.

Voraussetzungen

Wer „Darstellen und Gestalten“ als WP-Fach wählt, sollte einige dieser Voraussetzungen mitbringen:

Freude an Musik, Klängen und Tönen,

Interesse daran, Kunst zu betrachten und zu ergründen

Bewegungsfreude und Neugier zu lernen, seinen Körper als „Sprachrohr“ einzusetzen,

Phantasie und Spaß daran, mit Worten und Texten zu spielen, Geschichten zu erfinden und zu erzählen

Neugier und Mut, Unbekanntes und Ungewohntes auszuprobieren

Ehrgeiz, sich schwierigen Aufgaben zu stellen

Disziplin, um durch Üben und Trainieren Ziele zu erreichen

Mut, sich anderen zu präsentieren und Interesse daran, andere genau zu beobachten, Stärke, Kritik anderer zu ertragen

…….

Es ist empfehlenswert, dieses Fach zu wählen, wenn man sich auf einen künstlerischen oder gestalterischen Beruf (Mediengestaltung, Kultur- und Eventmanagement, Film, Marketing, Regie, Schauspiel, Gesang usw.) oder auf einen Studiengang für Kunst, Design, Theater sowie auf einen Besuch der Medienhochschule vorbereiten will. Unabhängig der Berufsorientierung machen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Darstellen und Gestalten Erfahrungen, die ihnen helfen, im Alltag „selbst – bewusst“ aufzutreten sowie einen Zugang zu künstlerischen Gestaltungen zu finden.